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Eintrag

annelie, 18 März 2008
Vietnam Vietnam Ninh Binh

Xin chao Viet Nam!

Ja,ja ich weiss, meine berichterstattung laesst zu wuenschen uebrig. Deshalb versuche ich mit diesem eintrag ein bisschen auf zu holen, denn selbst mir selbst wird es zuhause schwierig fallen, die vielen aufregenden asienerfahrung im kopf zu behalten.
Nach meiner Erholungsphase vom pulsierenden bangkok bei meiner freundin wi, fuehrte diese mich als 'local guide' in einige provinzen westlich von bangkok. Da wi sich natuerlich in der landessprache verstaendigen kann hatten wir im nu eine kleine bambushuette direkt am fluss, mit fruehstuck und kajakfahrt in den 'floating market'fuer 3 euro gebucht. um 7 uhr morgens holte der besizter uns in unserem niedlichen zuhause mitten im jungle ab und wir treiben ueber den fluss in die kleine dorfgemeinschadt von ratchaburi. Die idyllische fahrt durch den jungle waehrend dem morgengrauen fuehrte vorbei an dutzender kleiner haeuser und mearkte, die alle direkt am wasser liegen. auf wunsch konnten wir anhalten und kleine snacks erwerben.
nach etwa 20 minuten befanden wir uns mitten im sog 'floating market' in dem sich scheinbar unendlich viele boote tummeln, in denen die frauen mit ihren bambushueten, die unterschiedlichsten leckereien zubereiten und verkaufen; nudelsuppen, obst, sticky rice mit mango, gebratener reis mit huhn.....der ganze fluss liegt gewissermassen im dunst verschiedenster kochtoepfe.
von diesem kleinen abenteuer brachte mich wi gleich am folgenden abend in die naechste prozinz, kanchanaburi, gelegen am beruehmten kwa river, auf dem wir eine bambusflossour machten und die weiten des thailaendischen jungels bewundern konnten. der sonnenuntergang von unserer huette am fluss war ein wunderschoener abschluss.

Nach diesen 3 aufregenden tagen, machte ich mich dann wieder alleine auf richtung norden und wurde mit atemberaubenden blicken ueber die berge von mae hon son belohnt. die kleine provinz, von der an sich nicht viel in meinem buch erwaehnt wurde ueberraschte mich sehr positiv. Nach einem schweisstreibenden austieg zum tempel am berg des ortes, konnte ich gar nicht genug bekommen von diesem wunderschoenen ausblick auf den kleinen see inmitten von mae hon song und den umgebenen, 300tage im jahr im nebel liegenden bergen, sodass ich entschied bis zum sonnenuntergang zu bleiben. waehrend ich gerade mein ca 132. photo schiesse, spricht mich eine gruppe von thailaendern an und in Kuerze entwickelt sich ein sehr nettes gespraech, die 4 richter/innen koennen es nicht verantworten ein so junges maedchen alleine in asien reisen zu lassen und laden mich kurzerhand zum essen ein. ganz nach thailaendischer sitte bestellen wir zu fuenft ca. 3 gaenge, jeder davon besteht etwa aus 6 gerichten. da mein magen sich seit bangkok alle halbe stunde 'rapide entleert' und ich unter dauerhunger leide, kommt mir das sehr gelegen.waehrend des mals lerne ich ein paar woerter in thai und gesellschaftliche gesten, wie das falten der haende beim begruessen und andere hoeflichkeitsformen. ich versuche einen 500bath schein bei zu steuern aber die grosszuegigkeit dieser ueberfreundlichen menschen laesst das nicht zu. Voellig ueberfressen(entschuldigt diesen ausdruck aber 'essen' trifft es einfach nicht ganz) liefern die Richter mich in meinem gaestehaus ab und weissen den besizter noch darauf hin, dass sie jetzt meine freunde seinen und von beruf richter. wenn mir was zustossen sollte, waeren sie sofort zur stelle. mit einem grinsen und 4 haendefaltungen verabreden wir uns zum fruehstuck am naechsten morgen.

doch 2.45 morgens wache ich in meinem bett schweissgebadet mit bauchschmerzen auf. kein mensch im ganzen gaestehaus ist zu dieser zeit wach. ich krame 2 zerqnauschte aspirin aus meiner reiseapotheke, welche jedoch nicht lange in meinem magen verweilen.
also rufe ich das oertliche krankenhaus an, wer weiss was ich mir da eingefangen habe. nachdem ich ueber ca.4 aerzte endlich an einen Englischsprachigen gelange, holen die mich ab und testen mein blut auf malaria. na klasse, die 20 min wartezeit auf den test vergehen wie stunden.ein kleiner junge kaut neben mir auf einem bananenblatt und starrt auf einen einaeugig verbundenen mann, der neben uns auf einer pritsche gerade aus der narkose aufwacht.
Am ende moechte ich den arzt am liebsten um den hals fallen als er mir erklaert dass es sich 'nur' um eine art lebensmittelvergiftung handelt. mit einem ganzen sack verschiedenster pillen und einer rechnung von 20euro werde ich wieder an mein gaestehaus gebracht, wo mich meiner richterfreunde 3 stunden spaeter antreffen und mir jegliche selbstversorgungsmasnahmen verbieten. ich schaezte deren hilfe sehr, als sie mir jedoche ein thailaendlisches fruehstueck ( scharfe reissuppe mit chilli und schweinefleisch) vorsetzen, ja quasi zwangseinfuehren, dreht sich mein magen noch einmal herum.
Als sie hoeren dass ich am naechsten morgen mit dem bus aufbrechen moechte, beschliessen sie spontan mich zu begleiten und bei ihnen zu wohnen. als dankbarkeit nehmen sie mal wieder nichts an,ausser das versprechen von mir hoeren zu lassen,denn fuer sie ist es absolut unvostellbar wie man als maedchen so leichtsinnig reisen kann.Zudem meinen sie ich sollte leuten wie ihnen eigentlich gar nicht trauen, sie koennten ja kriminell sein. ich frage p-nong, die 1.50 kleinen thailaenderin, bei der ich uebernachte, ob sie den keine angst hat , ich koenne sie ausrauben. wir fangen beide das lachen an und bedauern unsere kurze bekanntschaft.
nach dieser aktion und immer noch komischem magen, bin ich schon bald wieder zurueck nach bangkok gefahren. nach einigen tagen antibiotika und zwangshungern fuehlte ich mich wieder fit genug um mit meinen freunden dort in verschiedene provinzen auf zu brechen.

so, dass waren die eckpunkte meiner reise in thailand, von der es noch viel mehr zu erzaehlen gibt, doch ich versuche dies mit den gezeigten bildern etwas zu verkuerzen.

Denn mittlerweile bin ich schon wieder in einem anderen, faszinierenden land, vietnam.
Mein anfang hier liegt in Hanoi, im norden des landes.
Eine angenehme ueberraschung nach dem ueberfuellten bangkok. zwar sausen hier auch 24h lang tausende roller, fahrraeder und cyclos durch die strassen, jedoch kaum autos. dadurch kommt es einem vor als schlendert man durch eine art 'tour de france'. Die ueberquerung der strassen ohne gleichzeitigen selbstmord erscheint einem auf den ersten blick unmoeglich. Die loesung; einfach laufen und so blickkontakt mit den rollerfhren halten.
apropos france, der einfluss der franzoesischen besatzung spiegelt sich nicht nur in der architektur, sondern auch in den vielen kleinen franzoesichen restaurants und baeckereien wieder. Die essensstaende an den strassen servieren 'noodlesoup mit frenchstick'.
Auch Amerika hat seine spuren hinterlassen durch verschiedene pubs und burgerlaeden. coka cola zaehlt parktisch zu den nationalgetraenken.


in einer stunde werde ich in den norden fahren und mir ein bild machen von vietnams haighlands.

so eigentlich wollte ich hiermit meinen bericht abschliessen, aber die erinnerung an den norden vietnams ist einfach zu kostbar, um sie nicht mit euch zu teilen.
Sapa, heisst der im nebel versteckte ort im tiefen norden vietnams. Schon im zug treffe ich eine vietnamesin, die jedoch nach dem krieg nach italien ausgewandert ist und nun hin und wieder den weg in die heimat sucht.
Loan kann mir viel erzaehlen ueber ihre errinnerungen an den vietnam krieg und ihren kampf um die heirat mit einem italiener. angekommen in sapa staunen wir beide ueber die reizvolle landschaft in den bergen, die wir anschliessend mit dem 'motorbike taxi' und unseren eigenen fuessen erkunden. fuer 5 dollar fahren uns die einwohner im ganzen gebiet herum und warten ganze stunden bis sie uns wieder aufsammeln. unterwegs koennen wir die bunten gewaender der H'mong poeple und anderer bergstaemme bewundern.
Bis hierher waren die einheimischen leider noch sehr unfreundlich, ausser sie sehen eine moeglichkeit einem das geld aus der tasche zu ziehen. in meinem hotel beispielsweise zahle ich den doppelten preis eines vietnamesen. Teilweise ungeimlich wird einem wenn die menschen einem ueber mehrere hundert meter folgen--buy for me, buy for me miss'--.
Doch hier in Ninh Binh wilkommen einen vor allem die aelteren leute sehr freundlich.
anscheinend kommen in diese kleine provinz nicht all zu viele touristen und von allen seiten kommt ein freundliches 'hello, ho ar yu'. eine frau laed mich sogar zum tee ein. leider sprechen die leute hier kaum englisch, was sie jedoch nicht davon abhaelt kontakt durch wilde gesten und mimiken mit mir auf zu nehmen.
auch hier habe ich mir einen rollerfahrer gemietet der mich zu einer bootsfahrt ueber den red river in tam coc faehrt. dort steige ich in ein kleines kajak dass von einer einzigen alten frau gesteuert wird.irgendwie fuehle ich mich schuldig und nehme eines der ruder in die hand um ihr zu helfen. die anderen touristen, v.a asiaten klatschen und schiessen photos, so werden die alte dame und ich zur attraktion. nach 2 stunden holt mich mein fahrer wieder ab und ich erklimme einen 700m hohen tempel am berg, von dem aus ich mit einem blick ueber reisfelder, tempel und die provinz tam coc belohnt werde. eine uralte dame nimmt mich auf dem rueckweg an der hand und fuehrt mich ueber eine kleine hoehle zureuck. obwohl ich kein wort verstanden habe, laechelt sie mich ununterbrochen an und winkt mir den ganzen weg bis unser roller aus ihrem blickwinkel verschwindet.

am abend nehme ich ein heisses bad in meinem gemuetlichen 5 dollar zimmer bevor ich mit vorfreude auf einen neuen tag im aufregenden vietnam einschlafe.

Danke an diejenigen, die sich die fuer diese etwas zu lang geratene geschichte interessieren und bis demnaechst!

annelie

Fotos zum aktuellen Eintrag

floating market
floating market
bamboo floating auf dem kwai river
bamboo floating auf dem kwai river
mae hon song
mae hon song
meine freunde, die richter
meine freunde, die richter
H'mong poeple auf dem weg nach cat cat village
H'mong poeple auf dem weg nach cat cat village
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Kommentare zu diesem Eintrag

ivonne

18 März 2008

vielleicht treffen wir uns in vietnam!wär ja klasse. das letzte mal wahrsch. in marktheidenfeld und dann in asien. hihi. grüßle

Natalie

18 März 2008

Hallo Süße,
habe gerade deinen Eintrag gelesen. Schön was du alles so erlebst. da kann man nur neidisch werden. Vermisse dich.
Meld dich ma wieder wenn du Zeit hast.
LG Natalie

clemens

18 März 2008

hey!
keine sorge!ist nicht zu lang!schoen wider regelmaessig von dir zu lesen!
lg clemens

behli

18 März 2008

hei süße!!
schön, von dir zu hören!! deine bilder sind echt toll - klingt ja sehr aufregend, was du schon wieder alles erlebt hast! bin schon auf live-berichte von dir gespannt!! Wink wir freuen uns, dass du bald wieder da bist!!
küsschen, kathrin

Moni

26 März 2008

Hallo anellie,
von deiner Mutter habe ich die adresse für dein Tagebuch bekommen.
Ich bin total beeindruckt von deinen Reiseberichten und freue mich schon auf die folgenden.
Ich wünsche dir viel Glück und Gotten Segen auf deiner Abenteuerreise und komme gesund wieder.
Liebe Grüße
Monika Nätscher

Ferienjob

29 März 2008

Hallo,

ich wollte nur mal hören, wo du und ob du überhaupt im Sommer arbeitest. Wenn ja, müsste ich wissen wo. Ich würde nämlich am Liebsten wieder zu Rexroth gehen. Das würde nur leider nicht gehen wenn du zu Braun gehst, da wir nur ein Auto zur Verfügung haben. Ich denke aber über den Lothspeich würdest du sicher auch was bekommen-wir schicken unsere Bewerbungen einfach im Packet, dann sowiso. Ich müsste das möglichst früh wissen, da die Bewerbungen im April schon losgeschickt werden müssen...

Gruss Flo